Wiesbaden
Museum Wiesbaden
28. Juli – 28. Oktober 2017

Thomas Werner – VORNE

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Neue Farb- und Formfindungen zeigt Thomas Werner in eigens für die Wiesbadener Ausstellung angefertigten Werken. Seit 2015 lädt das Museum Künstler ein, Projekte für spezifische Räume zu entwickeln.

Thomas Werner hat 18 ausdrucksstarke Gemälde und Maquetten geschaffen, die sich im Groß- oder Kleinformat nebeneinander behaupten.

Ihr besonderer Reiz besteht in den wechselnden Bildträgern: Auf Jute, Wellkarton, gegossenen Gipsplatten oder Papier aufgetragen, entfalten die Farben eine lebendige, an die jeweilige Oberflächenbeschaffenheit gebundene Wirkung.

Während die eher dichte Oberfläche von Wellkarton über die Malerei aufgeschlossen wird, saugt der Gips beispielsweise die Farbe bis zur Sättigung hin auf und zeigt eine glatte Oberfläche.

Durch das Experimentieren mit unterschiedlich strukturierten Oberflächen im Zusammenspiel mit vielfältigen Farbaufträgen beweist Thomas Werner auch in dieser Werkpräsentation, wie virtuos er mit dem Medium Malerei umzugehen versteht.

 

Museum Wiesbaden

Works by Thomas Werner

 

 

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Thomas Werner, Ohne Titel, 2017. Leimtempera auf Jute. 200 cm x 170 cm
Thomas Werner, Ohne Titel, 2017. Leimtempera auf Jute. 200 cm x 170 cm



Münster
LWL-Museum, Eissporthalle und im gesamten Stadtraum
10. Juni – 1. Oktober 2017

Skulptur Projekte Münster 2017

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Münster pulsiert 2017 zum fünften Mal als Austragungsort für die Skulptur Projekte. In der aktuellen Ausgabe fließen Themen zur Gegenwart von Globalisierung und Digitalisierung genauso ein wie die legendäre Befragung zeitgenössischer Begriffe von Skulptur. 35 neue künstlerische Positionen zwischen klassischer Bildhauerei und performativer Kunst sind im Stadtraum, im LWL-Museum und der Eissporthalle zu entdecken.

Ayse Erkmens Arbeit "On water" am Hafen gehört seit Beginn zu den Publikumslieblingen: Die Künstlerin ließ bei der Ausgabe von 1997 noch Figuren aus dem Landesmuseum per Hubschrauber über den Domplatz fliegen. 20 Jahre später verlegt sie ihre Arbeit unter Wasser und installiert einen Steg knapp unter der Wasseroberfläche des Hafenbeckens. Die Besucher_innen schreiten in alter Kneipp-Manier zum gegenüberliegenden Ufer und wieder zurück. 

Ganz in der Nähe am Stadthafen hat Oscar Tuazon eine Art öffentlichen Beton-Kamin geschaffen, an dem Menschen feiern und sich wärmen können. Mit "Burn the Formwork" bewegt sich der in Seattle geborene Künstler im Grenzbereich von Skulptur und Architektur.

Pierre Huyghe verwandelt die kurz vor dem Abriss stehende Eissporthalle in eine fantastische begehbare Sphäre. In einem steinigen, an eine Mondlandschaft erinnernden Grabungsraum befinden sich Ameisen, Algen, Bakterien und Bienenstöcke. Die am Eröffnungswochenende noch munteren Pfaue erholen sich derzeit, für sie wird die flache Hügellandschaft stellenweise begrünt. Die sich frei in der Installation bewegenden Besucher_innen erleben ein zeitbasiertes biologisch-technisches System, das etwa das Öffnen und Schließen eines pyramidenförmigen Fensters in der bemoosten Hallendecke auslöst. 

Von Michael Deans "Tender Tender"-Installation im LWL-Lichthof über Gregor Schneiders gedoppelte Privatwohnung an der Westseite des Museumsneubaus über "Nietzsche's rock" und Nicole Eisenmanns Brunnenanlage mit cartoonhaften Figuren an der Promenade bis hin zu Nairy Baghramians "Beliebte Stellen/Privileged Points" am Erbdrostenhof: Die Skulptur Projekte 2017 überzeugen, auch mit ihrer Dependance in Marl, die – wie Kassel mit Athen – die Projekte am Hauptstandort erweitern.

 

 

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Pierre Huyghe, After ALife Ahead, 2017. Eissporthalle Münster
Pierre Huyghe, After ALife Ahead, 2017. Eissporthalle Münster



Osnabrück
Kunsthalle Osnabrück | Villa Schlikker | BBK | hase29
6. Juni – 6. August 2017

Çanakkale Art Walk 2017 Homeland

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Die Frage nach der Bedeutung von Heimat beleuchten die Künstler des "Çanakkale Art Walk 2017 – Homeland", der zum zweiten Mal in Osnabrück an vier verschiedenen Standorten stattfindet. Als einen Denkraum für Gefühle, Ängste und Vorstellungen über Heimat versteht Christian Oxenius das von ihm kuratierte Forum. Im Austausch mit dem Team der Biennale von Çanakkale, der Osnabrücker Partnerstadt in der Türkei, setzen sich über 40 internationale Künstler mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie kulturelle Identität, Migration und globale Machtverhältnisse auseinander. 

Einen programmatischen und zugleich poetischen Auftakt bilden die hängenden Teetassen des japanischen Künstlers Jun-Ichiro Ishii, dessen Mixed-Media-Installation an allen teilnehmenden Häusern in unterschiedlicher Form gezeigt wird. Im Eingang der Kunsthalle oder im Wintergarten der Villa Schlikker bewegen sich die mit Tee gefüllten Tassen wie Pendel im Raum, sie fungieren als Zeichen von Gastfreundschaft im Spannungsfeld von Annäherung und Befremden beim Betreten eines unbekannten Terrrains.

Wettervorhersagen für Krisengebiete im Leuchtkasten des holländischen Künstlers Roberto Voorbij ignorieren scheinbar die aktuellen Kriege und Aufstände, während Kalliopi Lemos in ihrer Videoarbeit eine Person im Dunkeln auf einer wackeligen kreisrunden Plattform balancieren lässt und damit eine eindringliche Metapher für die unsicheren Flüchtlingsboote und den prekären Zustand zwischen Hoffnung und Verzweiflung schafft. Die Arbeit "Up or down" des bulgarischen Künstlers Pravdoliub Ivanov veranschaulicht mit einer einfachen und fragilen Holzkonstruktion in Form einer symmetrischen Treppe die Sinnlosigkeit gesellschaftlicher Strukturen.

In der Kunsthalle, der Villa Schlikker, dem Kunst-Quartier BBK und im Kunstraum hase29 machen eine Vielzahl zeitgenössischer Videoarbeiten, Installationen und Fotoarbeiten das Thema Heimat von vielen Perspektiven aus spannungsvoll erlebbar. 

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Pravdoliub Ivanov, Up or down, 2017. Holzinstallation. Kunsthalle Osnabrück, Innenhof
Pravdoliub Ivanov, Up or down, 2017. Holzinstallation. Kunsthalle Osnabrück, Innenhof



Osnabrück
Kunsthalle Osnabrück | Marktplatz
6. Juni 2107 – Januar 2018 | bis Nov. 2017

Felice Varini

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Felice Varini hat seine geometrischen Formationen in den öffentlichen Raum der Osnabrücker Innenstadt und parallel dazu in den Kirchenraum der Kunsthalle eingeschrieben. 

Die Installation "Vier blaue Kreise" ist auf dem Marktplatz verortet: Über die Fassaden der Marienkirche und angrenzenden Häuser ziehen sich blaue, mit Klebestreifen applizierte Linienelemente. Konzipiert hat Varini die Arbeit von einem bestimmten Standpunkt aus, der die pikturalen Zeichenfragmente als ein perfektes geometrisches Gebilde in Erscheinung treten lässt. Beim Verlassen des idealen Blickwinkels löst sich die intakte geometrische Form auf und zersplittert in ihre Einzelteile. Die Betrachter sind herausgefordert, ihren indviduellen Standpunkt für die optimale Wahrnehmung der Arbeit zu finden und sich dabei im Raum zu bewegen. Varini stellt damit auch Fragen zur eigenen Perspektive und Haltung gebenüber dem Leben.

Zwischen Chaos und Ordnung changiert auch die ortsspezifische Doppelinstallation in der Kunsthalle Osnabrück: Im Kirchenraum der ehemaligen Dominikaner-Kirche entfalten sich spannungsvoll mehrere Kreise in feurigem Rot in der Apsis und in der Gegenrichtung Trapeze und Dreiecke auf der Spitze in den Primärfarben Rot, Gelb, Blau und in Schwarz. Die Raumillusion ist auch hier überwältigend und gesteigert durch die 20 Meter hohen, in die Komposition einbezogenen Gewölbe.

Varinis Anamorphosen spielen mit dem Vokabular der Konkreten Kunst, sie brechen indes die starren Bildfindungen auf, indem sich die geometrischen Figuren im Geflirr der über Wände und Fassaden pulsierenden Linien auflösen.

 

 

 

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Felice Varini, Kreis- und Bogentanz, 2017. Rote Klebestreifen. Ausstellungsansicht in der Apsis der ehemaligen Dominikaner-Kirche, Kunsthalle Osnabrück
Felice Varini, Kreis- und Bogentanz, 2017. Rote Klebestreifen. Ausstellungsansicht in der Apsis der ehemaligen Dominikaner-Kirche, Kunsthalle Osnabrück



Berlin
Galerie Dittmar
23.11.2016 – 28.1.2017

Mona Breede – Meereslandschaften

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Meereslandschaften als räumliche Erfahrung sind das Thema der aktuellen Werkserie von Mona Breede. Es ist der endlos wirkende Raum von Küste, Ozean und Himmel, den die Künstlerin zu unterschiedlichen Tageszeiten und wechselnden Wetterverhältnissen auslotet. 

Menschen treten vereinzelt auf, als Miniaturen, die sich in der Dünen- und Strandlandschaft bewegen oder scheinbar reglos der Weite des Naturraums gegenüberstehen. 

Breedes kontemplative Fotografien assoziieren die Landschaften der deutschen Romantik. Caspar David Friedrich hatte in seinem "Mondaufgang am Meer" (1822) zwei am Ufer sitzende Frauen und einen Mann dargestellt, die das Naturschauspiel des Mondaufgangs beobachten.

Breede interessiert die Semantik der Landschaft und die ihr innenwohnende Möglichkeit, menschliche Alltagserfahrung zu transzendieren: Die Weite des Blicks, die den Betrachter auf sich selbst zurückwirft und die Frage nach einem größeren Ganzen.

In ihren Fotoarbeiten lässt Breede durch das Schaffen eines scheinbar endlosen Bildraums die Erhabenheit und Unendlichkeit der Natur aufscheinen. Die Bildfindungen ziehen den Betrachter in ihren Bann.

 

Galerie Dittmar

Works by Mona Breede 

 

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Mona Breede, Abend, 2016. Fine Art Print, 57 cm x 74 cm | 90 cm 120 cm. Aufl. 5
Mona Breede, Abend, 2016. Fine Art Print, 57 cm x 74 cm | 90 cm 120 cm. Aufl. 5



Paris
Palais de Tokyo
12. Oktober – 18. Dezember 2016

Carte blanche à Tino Sehgal

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Tino Sehgal räumt die Kunst aus dem Museum, in diesem Fall dem Palais de Tokyo und verwickelt Besucher in Gespräche. Was ist ein Rätsel, was ist Fortschritt, kennen Sie "la bouse" (Kuhfladen) sind Fragen, die Laiendarsteller aus dem Sehgal-Team im intimen Zwiegespräch stellen, wahlweise auf Französisch oder Englisch. Man ist überrascht über die Leichtigkeit, mit der sich interessante, zuweilen abstruse Gespräche ergeben.

Nur kurzzeitig kann der Besucher aufatmen: Bei den eingestreuten Tanzsituationen, in denen die Bewegungen der Tänzer an aufflatternde Vogelschwärme erinnern. Bis sich wieder eine Frau, ein Mann, ein Kind aus der Menge löst und sich erneut ein Gespräch entwickelt.

Sehgals Werke ereignen sich nur in der Begegnung und hinterlassen keine materiellen Spuren. Es gibt keinen Katalog, lediglich die Aufführungsrechte können erworben werden. Mit seiner Kunst der Immaterialität vertritt er eine einzigartige Position, die aber kaum Spielraum zur Weiterentwicklung lässt. 

Um diesem Dilemma der Redundanz und des Ephemeren zu entgehen, bezieht der Künstler unlängst Objekte anderer Künstler in seine eigene Ausstellung ein. In Paris ist es der Perlenvorhang von Félix Gonzàlez-Torres, mit dem Sehgal dem Konzeptkünstler eine Referenz erweist. Neben der Einkleidung des Foyers mit Spiegeln und buntem Glas von Daniel Buren lässt Pierre Huyghe den Herzschlag einer Performerin, den CO2-Gehalt eines Saals und die Bewegungen der Mäuse im Keller messen. Bei steigender Temperatur wirkt sich das auch auf die Krebszellen in einer Petrischale aus und beeinflusst einen komplexen Rhythmus, in dem Wasser von der Decke tropft und Lampen von Philippe Pareno an- und ausgehen.

Freitags lädt die Choreographin Isabell Lewis die Besucher im entkernten Palais de Tokyo zum Austausch mit Geruchsmaschine ein und knüpft damit wieder an das Immaterielle von Sehgals Kunst an. 

 

Palais de Tokyo

 

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Blick in den Palais de Tokyo anlässlich "Carte blanche à Tino Sehgal", 2016.
Blick in den Palais de Tokyo anlässlich "Carte blanche à Tino Sehgal", 2016.



Paris
Centre Pompidou
21. September 2016 – 23. Januar 2017

Magritte - La trahison des images / Der Verrat der Bilder

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Eines der berühmtesten Bilder von Magritte wirkte titelgebend für die umfassende Ausstellung im Centre Pompidou  "La trahison des images (Ceci n'est pas une pipe)". Rund 100 Werke sollen den Ansatz des belgischen Surrealisten illustrieren, dass Kunst als Vehikel für philosophische Ideen dienen könne. So suchte Magritte den Austausch mit Heidegger-Spezialisten und Michel Foucault, was ein umfangreicher Briefwechsel belegt.

Das in Paris gezeigte Gemälde der Liebenden von 1928 etwa verweist auf einen freien Bezug zu Motiven von Rousseau, Kant und Hegel. Bei Kant etwa ist zwar nicht die Liebe selbst, aber ihre Erkenntnis an Wahrnehmung gebunden, die im Bild durch die Verhüllung des Liebespaars Einschränkung erfährt.

Als Meister der Illusion hinterfragt Magritte in seiner akkuraten Malerei die Verwandtschaft der Begriffe, ihre Logik und Umkehrung. In "La clef des songes / Der Schlüssel der Träume, 1935" etwa ordnet er drei von vier dargestellten Objekten unerwartete Bezeichnungen zu: Unter einem Pferdekopf steht "the door", unter einer Uhr "the wind", unter einer Milchkanne "the bird". Nur unter dem Koffer steht das entsprechende Wort "the valise".

In diesem der Ausstellungssektion "Les mots et les images / Die Wörter und die Bilder" zugeordnetem Werk wird beispielhaft deutlich, wie sich der Künstler mit der Beziehung zwischen dem Objekt, seiner Bezeichnung und seiner Repräsentation auseinandersetzte. Auch Werke, in denen Magritte das Thema des Trompe l'œil meisterhaft umsetzte, veranschaulichen dies.

In der Retrospektive, die den Auftakt zum 40jährigen Bestehen des Centre Pompidou bildet, beleuchten viele Meisterwerke und überraschenderweise auch zahlreiche unbekannte Werke, wie vielseitig Magritte die Wahrnehmung von Bild und Realität in Frage stellte (ab 10. Februar – 5. Juni 2017, Schirn Kunsthalle Frankfurt).

 

Centre Pompidou

Schirn Kunsthalle Frankfurt

 

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René Magritte, Les amants / Die Liebenden, 1928. Öl auf Leinwand. @ Museum of Modern Art, New York
René Magritte, Les amants / Die Liebenden, 1928. Öl auf Leinwand. @ Museum of Modern Art, New York



Fellbach
In der Alten Kelter
11. Juni – 2. Oktober 2016

13. Triennale Kleinplastik. FOOD – Ökologien des Alltags

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Die "13. Triennale der Kleinplastik" in Fellbach untersucht mit skulpturalen Arbeiten internationaler Künstler wie Mark Dion, Pierre Huyge oder Subodh Gupta, wie die Gegenwartskunst Ernährung reflektiert. Ausstellungsort ist eine der größten Gemeindekeltern Deutschlands östlich von Stuttgart.

In das alte Gebäude von 1906 hat das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi ein Zelt aus weißem transluzentem Stoff gehängt. Im Umgang außerhalb dss Zelts, der ebenfalls Teil des Ausstellungsparcours ist, bleibt das Tragewerk des Altbaus präsent: Als ein Haus im Haus mit einer betont einfachen Konstruktion sorgt die Intervention nicht nur für eine visuelle Beruhigung, sie gibt den Exponaten auch Raum zur Entfaltung.

Die Schau der diesjährigen Kuratorin Susanne Gaensheimer, Nachfolgerin von Kunstexperten wie Catherine David und Jean-Christophe Amann, fokussiert die Mechanismen des industrialisierten Lebensmittelhandels wie auch unser oft lückenhaftes Wissen um Lebensmittel und deren Konservierung.

Valentin Beck und Adrian Rast bieten in einer eindrucksvollen Regalkonstruktion eingemachte, aber bereits unverkäufliche Lebensmittel zum Tausch an.

Zebrafinken nehmen die von Björn Braun gebauten Nester als Brutplatz an, die der Künstler nicht aus natürlichen, biologischen Materialien, sondern aus Papierstreifen, Kunstfasern und Pflanzensurrogaten gebunden hat.

Andere Positionen vermitteln die ökologischen und ökonomischen Kreisläufe der Nachrungsmittelkette, auch die gesellschaftliche und politische Dimension des Essens greifen Künstler auf, indem sie die Folgen von Kriegen und kulturellen Umwälzungen in ihren Werken thematisieren.

 

www.triennale.de 

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Att Poomtangon, No Land Without Stones, No Meat Without Bones, 2014–2015. Courtesy the artist. Foto Peter D. Hartung
Att Poomtangon, No Land Without Stones, No Meat Without Bones, 2014–2015. Courtesy the artist. Foto Peter D. Hartung



Versailles
Château de Versailles
1. Juni – 1. November 2016

Ólafur Eliasson – Versailles 2016

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In diesem Jahr ist es der dänisch-isländische Künstler Ólafur Eliasson (*1967), der mit subtilen Interventionen in Park und Schloss von Versailles die Wahrnehmung des Betrachters herausfordert.

Besonders eindrucksvoll ist der "Waterfall" im Grand Canal: Das Wasser wird durch einen schlanken Turm über 100 Meter hochgepumpt, um dann wieder hinunter ins Bassin zu stürzen. In der Abendsonne entfaltet sich das für Eliasson typische Zusammenspiel von Licht und Wasser am spektakulärsten.

Neben Wasser arbeitet der Künstler auch mit den Naturelementen Nebel ("Fog Assembly") oder mit Erde in "Glacial Rock Floor Garden": Der Rund des Brunnens im Bosquet de la Colonnade ist mit originalem Gletscherschlick aufgefüllt und relativiert in Farbe und Konsistenz die barocke Pracht der Gartenarchitektur.

Während Jeff Koons 2008 im Versailler Schloss seine rokokohaften Spiegel- und Blumenobjekte installierte, verlängert und vertieft Eliasson den gigantischen Spiegelsaal durch kreisrunde Skulpturen und Spiegel.

Diskret und gut versteckt sind die meisten seiner acht Werke: Eliasson schickt den Besucher so auf die oft schwierige und zugleich lustvolle Suche durch die prunkvollen Salons und den Park. 

 

Château de Versailles

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Ólafur Eliasson, "Waterfall", Versailles 2016. @ Olafur Eliasson / Foto Anders Sune Berg
Ólafur Eliasson, "Waterfall", Versailles 2016. @ Olafur Eliasson / Foto Anders Sune Berg



Berlin
Martin-Gropius-Bau
9. April – 26. Juni 2016

Isa Genzken: Mach dich hübsch!

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Als radikale und einflussreichste Künstlerin der Gegenwart wird derzeit Isa Genzken (67)  im Gropius-Bau gefeiert. Die Überblicksausstellung "Mach dich hübsch" kreuzt frühe und späte Werke, zeigt Filme, Zeichnungen, Beton- und Gipsskulpturen sowie komplexe Collagen aus trashigen Alltagsgegenständen.

Stadtkultur und Architektur gehören ebenso zu den Themen der Künstlerin wie Modernität, der menschliche Körper und Porträts.

Knallbunte Assemblagen aus Fundstücken wie Krepppapier oder Eierboxen formieren die Hochhäuser von New York und Berlin: Metropolen, die die Künstlerin bis heute beschäftigen und prägen. Bemalte, beklebte und getragene Hemden etwa zeugen von ihren exzessiven Phasen in den Clubs eben dieser Großstädte.

Jüngere Werke wie die Nofretete-Abgüsse mit den Sonnenbrillen, die zuletzt im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt aufgereiht zu sehen waren, versieht Genzken nun mit Mundschutz, gelben Perücken und Kopfhörern.

In einer Vielzahl von Arbeiten verschmilzt ihre assoziative und assemblagehafte Arbeitsweise mit ihrer illustren Biografie.

Die fast schwebenden, an Kompassnadeln erinnernden Bodenskulpturen im Lichthof des Gropius-Bau gehen zurück auf eine Performance in Anlehnung an Bruce Naumann, bei der die Künstlerin selbst auf dem Boden lag. Sensibilisiert für das spannungsreiche Verhältnis von Raum und flachem Korpus, ließ Genzken die schmalen, meterlangen Rundkörper von einem damals hochkomplizierten Computerprogramm berechnen, schuf sie aus Holz nach und bemalte sie mit den klaren Farben der Minimalisten.

Nach der großen Werkschau im Museum of Modern Art in New York (2013), die durch Amerika tourte, vermittelt nun der Gropius-Bau mit knapp 150 Werken  einen Überblick über die vielfältigen, oft rüden und improvisierten Bild- und Objektmontagen von Genzken.

 

Gropius-Bau

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Blick in den Lichthof des Gropius-Bau
Blick in den Lichthof des Gropius-Bau



Frankfurt am Main
Schirn Kunsthalle
10. März – 29. Mai 2016

ICH

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Alle Welt macht Selfies: Im Zeitalter der digitalen Ich-Performance haben die Künstler das Monopol auf visuelle Selbstdarstellung verloren. Die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle zeigt auf, wie es so weit kam und zeichnet den Weg des Künstler-Selbstporträts seit den sechziger Jahren nach.

Das Verlangen, sich seiner selbst im Bildnis zu vergewissern, reicht bis in die Renaissance zurück. Je autonomer die Künstler im Voranschreiten der Moderne wurden, desto häufiger setzten sie sich selbstbewusst ins Bild. Mittlerweile ist die Lust der Selbstinszenierung allgegenwärtig. Dagegen halten die Künstler und laden ihre Selbstdarstellungen mit Witz und Ironie auf oder sie setzen darauf, unkenntlich zu sein.

Die Koreanerin Jun Ahn legt sich auf ein Hochhausdach und zeigt ihr verlorenes Profil über der Straßenschlucht. Jürgen Klauke lässt sich von den Maschinen zur Gepäckdurchleuchtung ablichten. Während Thorsten Brinkmann sich in seiner Selbstporträt-Fotografie im Karton versteckt, aus dem nur seine Turnschuhe und Jeans ragen, verschwinden einige Künstler und ihre Gestalt ganz: Erwin Wurms präsentiert 36 täuschend echt wirkende Acrylgürckchen auf Podesten für sein "Selbstporträt als Essiggurkerl". 

 

 Schirn Kunsthalle

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Jun Ahn, Self-Portrait (Seoul), 2008/2014, Archivarischer Pigmentdruck, 101,6 x 76,2 cm © Jun Ahn, Courtesy Christophe Guye Galerie
Jun Ahn, Self-Portrait (Seoul), 2008/2014, Archivarischer Pigmentdruck, 101,6 x 76,2 cm © Jun Ahn, Courtesy Christophe Guye Galerie



Paris
Centre Pompidou
16. Dezember 2015 – 18. April 2016

Anselm Kiefer

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Das Centre Pompidou feiert den deutschen Künstler Anselm Kiefer und seine mythenschwere Bilderwelt mit einer umfangreichen Retrospektive. Seit den neunziger Jahren lebt und arbeitet Kiefer in Frankreich, wo er wie ein Maler-Fürst verehrt wird und dieses Cliché gleichwohl erfüllt, wenn er im bodenlangen schwarzen Mantel im Collège de France in Paris doziert.

Während die deutsche Kritik den monumentalen Bildformaten und historisch-mythologischen Sujets , wie etwa in " Deutschlands Geisteshelden" oder "Parsifal" (beide 1973), seit jeher skeptisch gegenübertritt, verehren die Franzosen die expansiven Atelierlandschaften und ihre Bedeutungschwere.

Kiefers Werk dokumentiere, wie sehr der Künstler mit der deutschen Geschichte, mit dem Holocaust und der Gleichschaltung der Kunst und Kultur durch die Nazis ringen würde: Er eigne sich in seinen Bildern die Überwältigungsästhetik der Nationalsozialisten an, um sie solchermaßen bloßzustellen und zu überwinden.

Da hilft es nur wenig, dass Kiefer schon bald seine Sujets ausgedehnt hatte, auf die jüdische Mystik, auf die Themen Alchemie und Kabbala oder auch ferne Kulturen von Indien bis nach Südamerika in seine Bildwelten integrierte.

Die Ausstellung zeigt indes mit 500 Arbeiten von den 60er Jahren bis zur Gegenwart, mit über 60 Gemälden, Installationen, Zeichnungen und Büchern die gesamte Bandbreite seines Schaffens und bietet damit eine wunderbare Möglichkeit, sich auch in Frankreich um eine differenzierte und entideologisierte Sicht von Kiefers Werk zu bemühen.

Im Forum, dem Eingangsbereich von Beaubourg, bildet eine monumentale Installation den Auftakt zur Ausstellung: Neben bevorzugten Materialien des Künstlers wie Asche, Blei und Metall eröffnen tausende vom Künstler selbst aufgenommene Fotografien den Einblick in das Universum Kiefer.

 

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Anselm Kiefer, Margarethe,1981. Öl- und Acrylfarbe,  Stroh auf Leinwand. 280 x 400 cm. The Doris and Donald Fisher Collection at the San Francisco Museum of Modern Art. © Anselm Kiefer / Photo : Ian Reeves
Anselm Kiefer, Margarethe,1981. Öl- und Acrylfarbe, Stroh auf Leinwand. 280 x 400 cm. The Doris and Donald Fisher Collection at the San Francisco Museum of Modern Art. © Anselm Kiefer / Photo : Ian Reeves



Wien
Winterpalais
21. November 2015 – 6. März 2016

Olafur Eliasson – Baroque Baroque

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Während die minimalistische Museumsarchitektur von Tadao Ando in der Langen Foundation in Neuss derzeit in ein kraftvolles Zusammenspiel mit den Werken von Olafur Eliasson (*1967) tritt, ist es in Wien der barocke Winterpalais, der die Bühne für den dänisch-isländischen Künstler bietet.

Neue ortsspezifische Interventionen ergeben im Zusammenwirken mit den ausgestellten Exponaten, die sich aus den Privatsammlungen der TBA21 (Thyssen-Bornemisza Art Contemorary) und der Juan & Patricia Vergez Collection speisen, einen kraftvollen Dialog zwischen der opulenten Rhetorik der barocken Architektur und Eliassons kalkulierten Wahrnehmungsanordnungen.

Seit über zwei Jahrzehnten erkundet Eliasson die kognitiven und kulturellen Aspekte des Sehens und hinterfragt die Konstruktion von Wirklichkeiten. In seinen subtilen und zugleich experimentellen Interventionen und großräumigen Installationen setzt der Künstler spiegelnde Materialien, farbiges Glas sowie künstlich erzeugte Naturphänomene wie Wind, Wasser, Licht oder Nebel ein. Mittels Bewegung, Projektion, Schatten und Spiegelungen werden die Beziehungen zwischen Körper, Wahrnehmung und Repräsentation herausgefordert.

In seinem kalkulierten Spiel mit Illusion, dem kaum Wahrnehmbaren, dem Materiellen und Immateriellen entsteht Raum für Künstlichkeit und Veränderlichkeit, die dem Weltbild des Barocken innenwohnen. Als Epoche revolutionärer optischer und wissenschaftlicher Entdeckungen und dem gleichzeitigen Aufblühen des Fantastischen und Okkulten, schafft das Barocke Zonen zwischen Licht und Dunkelheit, Wissen und Spekulation: Aspekte, die Eliasson in seinen Verfahrensweisen aus Naturwissenschaft, Psychologie und Philosophie aufgreift.

Die Ausstellung im Winterpalais führt erneut nicht nur die grundlegenden Prinzipien der Arbeit von Eliasson vor Augen, sondern vor allem auch die eindringliche Einfachheit und Präzision seiner Werke.

 

Winterpalais

Langen Foundation

 

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Olafur Eliasson, Kaleidoscope, 2001. Installationsansicht im Winterpalais, Wien, 2015. Aluminium, Aluminiumspiegel, Schaumkern, Klettband. 180 x 180 x 728 cm. The Juan & Patricia Vergez Collection, Buenos Aires. Foto: Anders Sune Berg. © 2001 Olafur Eliasson
Olafur Eliasson, Kaleidoscope, 2001. Installationsansicht im Winterpalais, Wien, 2015. Aluminium, Aluminiumspiegel, Schaumkern, Klettband. 180 x 180 x 728 cm. The Juan & Patricia Vergez Collection, Buenos Aires. Foto: Anders Sune Berg. © 2001 Olafur Eliasson



Hamburg
Bucerius Kunst Forum
10.10.2015 – 17.1.2016

Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs.

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In der Ausstellung "Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs." werden die bildnerischen Umbrüche aufgezeigt, die sich innerhalb von 250 Jahren Kunstgeschichte in Frankreich entwickelt haben. Chronologisch gegliedert in acht thematische Räume beleuchten 60 bedeutende Gemälde und 12 Zeichnungen, wie sich die französische Malerei schrittweise aus den Zwängen der 1648 von Charles LeBrun gegründeten, höfisch geprägten "Académie royal" gelöst hat und Ende des 19. Jahrhunderts im Impressionismus mündete.

Den Auftakt bilden die monumentalen mythologischen Gemälde des französischen Akademiemalers Nicolas Poussin. Geprägt vom Licht Italiens und dem italienischen Barock lässt er seine religiösen Szenen vor antiken Kulissen spielen. Im 18. Jahrhundert entstand dann eine neue, vom höfischen Lebensstil beeinflusste Bildgattung. Galante Feste in der Natur wie etwa in den Gemälden von Jean-Antoine Watteau stehen ganz im Stil des verspielten Rokokos. Nach der französischen Revolution, die neue Freiräume in Gesellschaft und Kunst eröffnete, trat bei den Künstlern des Klassizismus, der Romantik und des Realismus die bürgerliche Lebenswelt in den Vordergrund.

Über Meisterwerke von Eugène Delacroix und Gustave Courbet führt die Ausstellung weiter bis zu den Porträts von Edgar Degas oder Pierre-Auguste Renoir, um schließlich bei den stimmungsvollen Bildfindungen der Impressionisten und Pointillisten anzukommen. Größtensteils noch nie in Deutschland gezeigte Werke, etwa von Claude Monet oder Paul Signac aus der Gallery of Ireland in Dublin tragen in der Ausstellung dazu bei, Frankreichs Rolle als Impulsgeber der künstlerischen Moderne herauszustellen.

Bucerius Kunst Forum Hamburg

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Paul Signac, Frau auf der Terrasse, 1898. ÖL auf Leinwand. National Gallery of Ireland, Dublin. Photo © National Gallery of Ireland
Paul Signac, Frau auf der Terrasse, 1898. ÖL auf Leinwand. National Gallery of Ireland, Dublin. Photo © National Gallery of Ireland



Paris
Musée d'Art moderne de la Ville de Paris
9. Oktober 2015 – 31. Januar 2016

Co-Workers. Le réseau comme artiste

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Kunst unter dem Vorzeichen einer digitalen Welt auszustellen, die alles frei offeriert, in die sich jeder einschaltet, die aber vieles gleichschaltet, die multimedial, mehrdimensional, hyperreal, doch immer sozial vernetzt ist und jeden überwacht: Im Musée d'art moderne de la ville de Paris werden unter dem Titel "Co-Workers - Das Netz als Künstler" Installationen, Videos, Skulpturen und Malereien zeitgenössischer Künstler gezeigt, die sich in ihren Werken bewusst oder unbewusst mit Datenschutz, Onlineprofilen oder der Zerrissenheit zwischen dem virtuellen und körperlichen Ich beschäftigen. 

Die Ausstellungsarchitektur wurde von dem New Yorker Kollektiv DIS in Szene gesetzt, bekannt vor allem durch ihre Internetplattform, das lifestyle Magazin DIS Magazine: Formal inspiriert an der Gestaltung von Großraumbüros, kommerziellen Malls und Transitzonen an Flughäfen werden die Exponate, interaktive Installationen und Performances netzartig zueinander angeordnet und schreiben das Museum so in die Welt des unendlichen Informationsflusses ein.

Die im MAM von Angeline Scherf kuratierte Ausstellung der digital natives wird in Bétonsalon – Centre d'art et de recherche unter dem Titel "Beyond Disaster" spannungsvoll erweitert.

 

Musée d'art moderne de la Ville de Paris

 

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DIS, Competing Images, 2012. Art pictured: Selection display: Ancestral prayer, 2012 by Timur Si-Qin. Courtesy DIS Magazine
DIS, Competing Images, 2012. Art pictured: Selection display: Ancestral prayer, 2012 by Timur Si-Qin. Courtesy DIS Magazine



Frankfurt am Main
Städel Museum
7. Oktober 2015 – 24. Januar 2016

Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum

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Das Städel Museum feiert seinen 200. Geburtstag und lädt Meisterwerke aus internationalen Museen zu einem Dialog mit Highlights der eigenen Sammlung ein. 

Aus der Sammlung Alte Meister trifft etwa das Weibliche Idealbild (Bildnis der Simonetta Vespucci als Nymphe), 1480/85 von Sandro Botticelli mit dem aus der Londoner Tate entliehene Damenbildnis Fazio‘s Mistress (Aurelia), 1864 des Präraffeliten Dante Gabriel Rossetti zusammen. Bei dieser epochenübergreifenden Gegenüberstellung – fast vier Jahrhunderte liegen zwischen beiden Werken – werden kompositorische und inhaltliche Analogien in der Darstellung eines  Idealbildes weilblicher Schöbheit augenscheinlich. Auf das wohl berühmteste Gemälde des Städel, das Porträt Goethe in der Campagna, 1787 von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein rekurrierten zahlreiche Künstler, deren Werke an die Seite der Ikone rücken, unter ihnen auch ein Siebdruck von Andy Warhol.

In der Sammlung der Kunst der Moderne finden sich etwa drei Badeszenen zueinander gruppiert, die vermutlich 1910 von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Erich Heckel während eines gemeinsamen Auffenthalts an den Moritzer Teichen nahe Dresden zeitgleich angefertigt wurden. Während hier die Protagonisten der Künstlergruppe "Brücke" in einen spannenden Vergleich gesetzt werden, ist es in der Sammlung der Gegenwartskunst die Zusammenführung von Werken eines Künstlers, wie etwa von Georg Baselitz, die die bewegte  Geschichte westdeutscher Malerei im 20. Jahrhundert vermittelt.

Die Serie der Museumsbilder von Thomas Struth als weitere monografische Zusammenstellung zeigt das Spektrum des Verhaltens von Besuchern und ihrer Beziehung zum Exponat in ihrer ganzen Bandbreite auf: An die zur Sammlung des Städel gehörende Fotoarbeit Louvre 3, Paris 1989 (1989) knüpfen fünf weitere Arbeiten an, die in Museen in Wien, London und Chicago entstanden sind und den Besucher interessiert oder gleichgültig und auch meditativ versunken zeigen.

Die Jubiläumsausstellung umfasst zudem erhellende Dialoge in der Graphischen Sammlung, etwa mit Picassos variienden Darstellungen des kraftvoll-triebhaften bis zärtlich-hilfsbedürftigen Minotaurus aus der Suite Vollard.

 

Städel Museum 

 

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Thomas Struth, Louvre 4, Paris 1989, 1989. Farbfotografie, 137,3 x 173,2 cm. Atelier Thomas Struth © Thomas Struth
Thomas Struth, Louvre 4, Paris 1989, 1989. Farbfotografie, 137,3 x 173,2 cm. Atelier Thomas Struth © Thomas Struth



Los Angeles
THE BROAD
ab 20. September 2015

Eröffnung des Broad Museum in Los Angeles

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An der Grand Avenue in Los Angeles, gleich neben der Disney-Konzerthalle, behauptet sich seit kurzem ein neuer spektakulärer Museumsbau mit weißer Bienenwabenfassade, gestaltet von dem New Yorker Architekturbüro Diller Scofidio + Renfro. Auftraggeber ist das Sammlerpaar Edythe und Eli Broad, deren Sammlungstätigkeit 1984 begann und heute mehr als 2000 Werke umfasst.

Die Eröffnungsausstellung zeigt 200 Meisterwerke der Sammlung, chronologisch beginnend in den 50er mit Jasper Johns, Robert Rauschenberg and Cy Twombly. Als Verteter der Pop Art in den 60ern folgen Arbeiten etwa von Roy Lichtenstein, Ed Ruscha und Andy Warhol. Für die 80er Jahre-Kunst stehen Namen wie Jean-Michel Basquiat, Cindy Sherman, Keith Haring, Barbara Kruger und Jeff Koons. Im Erdgeschoß wird der Bogen bis zur Gegenwartskunst gespannt, zu sehen sind dort unter anderem zwei monumentale Werke, das Video des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson und ein 25 Meter breites Gemälde von Takashi Murakami.

Der US-Milliardär Eli Broad hatte Teile seiner Kunstsammlung zeitweise im Museum of Contemporary Art (MOCA) und im Los Angeles County Museum of Art (LACMA) gezeigt und unter anderem das Eli and Edythe Broad Art Museum von Zaha Hadid in Michigan State University erbauen lassen. Das jetzige Privatmuseum ist der Höhepunkt seiner langjährigen Aktivität im Kunstbereich, die mittels der Broad Art Foundation auch Leihgaben seiner Werke in internationale Ausstellungshäuser vorsieht. Mit freiem Eintritt, bis auf Sonderausstellungen, möchte The Broad viele Besucher anlocken und so wieder Schwung in die L.-A.-Museumsszene bringen.

 

The Broad

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THE BROAD, Los Angeles. Architekten Diller Scofidio + Renfro in Zusammenarbeit mit Gensler. Foto Benny Chan.
THE BROAD, Los Angeles. Architekten Diller Scofidio + Renfro in Zusammenarbeit mit Gensler. Foto Benny Chan.



Berlin
me Collectors Room Berlin, Stiftung Olbricht
16. September 2015 – 10. April 2016

Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection

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Cindy Sherman, 61 ist berühmt durch ihre fotografischen Selbstporträts, für die sie in unendlich viele fiktive Rollen schlüpft: Als Geschäftsfrau, als Clown, als Madonna, mal jung, mal alt, schön oder hässlich - und sich dann selbst fotografiert.

Sie greift dabei auf soziale und kulturelle Stereotypen oder auch auf Szenerien aus Filmen und Märchen zurück und verzerrt diese oft bis ins humoristisch Unheimliche oder traurig Vulgäre. Sichtbare Prothesen, übergroße Zähne, plastikblondes Haar dienen der Maskerade ebenso wie mysteriöse emotionale Gefühlszustände oder die Verkörperung hausmütterlicher Einfalt.

Ihre Fotoserien liefern eine subtile Analyse und lenken den Blick auf das Ringen des Individuums mit kollektiven Klischees. Mit 65 Arbeiten aus nahezu allen Schaffensphasen bietet  die Ausstellung einen Überblick über das Gesamtwerk der amerikanischen Fotokünstlerin.

Neue Arbeiten aus 2015, in denen Sherman erstmals eigene Werke ihres Œuvres überblendet und zusammenschneidet und zu einem neuen Bild fügt, sind parallel in der Galerie Sprüth Magers Berlin zu sehen (bis 21.10.2015).

 

me Collectors Room Berlin

 

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Cindy Sherman, Untitled 96, 1981 © Courtesy of the artist and Metro Pictures New York
Cindy Sherman, Untitled 96, 1981 © Courtesy of the artist and Metro Pictures New York



Berlin
Martin-Gropius-Bau
4. September – 6. Dezember 2015

Piet Mondrian. Die Linie

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Mit seinen reduzierten Kompositionen aus Linien und sparsamen Farbflächen schuf Piet Mondrian (1872-1944) Ikonen der klassischen Moderne. Auf seinem Weg zur Abstraktion experimentierte der Künstler zunächst mit verschiedenen Kunststilen, er malte u.a. impressionistisch und fauvistisch-expressionistisch anmutende Bilder. Diese weniger bekannte Entwicklung zeigt die Ausstellung im Gropius-Bau anhand von rund 50 Gemälden und Zeichnungen auf.

1912 zog Mondrian nach Paris, wo ihn der Kubismus beeinflusste. Im Streben "nach der Harmonie durch die Gleichwertigkeit von Linien, Farben und Flächen", wie der Künstler es selbst formulierte, werden seine Landschaften zunehmend schematisierter. Die Linie wird von ihm mehr und mehr als Vertikale und Horizontale eingesetzt. Das Naturmotiv wird aufgelöst und zur abstrakten Komposition.

Als Kunsttheoretiker und Mitbegründer der Künstlervereinigung "De Stijl", gegründet 1917 von niederländischen Malern, Architekten, Grafikern und  Dichtern, verfasst Mondrian eine bedeutende Schrift, die als Bauhausbuch Nr. 5 unter dem Titel "Neue Gestaltung. Neo-Plastizismus, Nieuwe Beelding" erscheint.

Seine bis zum Äußersten vereinfachten Kompositionen werden in Deutschland nach 1933 als entartet diffamiert. In New York, wohin er 1940 zieht, stößt seine Arbeit auf großes Interesses. Neu entstehende Werke lockerte Mondrian nun mosaikartig mit Primärfarben auf und überwand so seine früheren strengen Kompositionen zugunsten einer musikalischen Rhtythmisierung des Motivs.

 

Walter-Gropius-Bau

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Piet Mondrian, Tableau I, 1921. Öl auf Leinwand, 103 x 100 cm  © Gemeentemuseum Den Haag
Piet Mondrian, Tableau I, 1921. Öl auf Leinwand, 103 x 100 cm © Gemeentemuseum Den Haag



Bielefeld
Kunsthalle
11. Juli – 11. Oktober 2015

Serendipity – Vom Glück des Findens. Niklas Luhmann. Ulrich Rückriem. Jörg Sasse.

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Die Systemtheorie des Sozialwissenschaftlers Niklas Luhmann wird in dieser Ausstellung mittels seines Zettelkastens in Verbindung zum Werk von Ulrich Rückriem und Jörg Sasse gesetzt. Wie Luhmann verfolgen beide Künstler in ihrer Arbeit ein "systemisches" Konzept: Sie sichten und sammeln Bilder und Formen, um aus diesem Fundus Werkserien zu entwickeln.

Bei Rückriem sind es Zeichnungen, deren Motive auf Teilungen und Verbindungen von Flächen durch Linien bestehen und die in grafischen Zyklen verdichtet werden. In den Gliederungen von Flächen spiegeln sich wiederum seine bildhauerischen Vorstellungen. Rückriems Abstraktion erwächst aus Systemen und basiert auf Variationen.

In Sasses' "Speichern" fließen eine Unmenge an gefundenen Bildern zusammen, die – wie etwa bei seiner umfangreichen Postkartensammlung – unterschiedlichen Themen zugeordnet werden können. Der Besucher darf die gerahmten Bilder neu ordnen und hängen lassen und sich dem "Glück des Findens" annähern.

Die Ausstellung präsentiert darüber hinaus einen Überblick über das Werk von Sasse. Von seinen frühen Fotoarbeiten wird der Bogen bis zu seinen aktuellen "Tableaux" gespannt, mit denen der Künstler die Fotografie in Richtung Malerei erweitert. In seinen "Cotton Paintings" digitalisiert er mit einem hochauflösenden Scanner Stoffe, die er dann bearbeitet und übereinanderlegt. Gedruckt werden die Bilder auf Baumwollpapier, so dass die stofflichen Strukturen von abgebildetem Stoff und Trägermaterial verschmelzen und sich verdichten.

 

Kunsthalle Bielefeld

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Jörg Sasse, CP-14-03, 2014. © VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Jörg Sasse, CP-14-03, 2014. © VG Bild-Kunst, Bonn 2015



Frankfurt am Main
Städel Museum
22. Juli – 18. Oktober 2015

Die 80er. Figurative Malerei in der BRD

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Mit Bilderrausch und Bilderwahn wird die Malerei der 1980er Jahre rückblickend oft assoziiert. Großformatige Leinwände mit provokativen, ironischen und humorvollen Bildinhalten, ausgeführt mit expressivem Pinselstrich und großer Farbwucht sind charakteristisch für viele bedeutende Werke dieses Jahrzehnts, in dem die figurative Malerei wiederentdeckt wurde.

Trotz vereinzelter formaler Analogien und einer allgemein kritischen Auseinandersetzung mit der Tradition der Malerei, etwa mit Pop Art, Minimal und Concept Art bilden die Protagonisten der Zeit keine homogene malerische Bewegung.

Das Städel Museum zeigt in einer großen Sonderausstellung die verschiedenen, oft widersprüchlichen künstlerischen Tendenzen auf, die damals in Berlin, Hamburg und dem Rheinland parallel entstanden. 100 Werke von 27 Künstlerinnen und Künstlern, von Elvira Bach, Walter Dahn und Rainer Fetting über Martin Kippenberger und Helmut Middendorf bis zu Albert Oehlen und Salomé veranschaulichen die ungeheure Dynamik und Relevanz der neuartigen und irrtierenden Malerei der achziger Jahre.

 

Städel Museum

 

 

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Helmut Middendorf, Sänger, 1981. Dispersion auf Nessel, 175 cm x 220 cm. Helmut Middendorf. Foto Jochen Littkemann © VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Helmut Middendorf, Sänger, 1981. Dispersion auf Nessel, 175 cm x 220 cm. Helmut Middendorf. Foto Jochen Littkemann © VG Bild-Kunst, Bonn 2015



Köln
Museum Ludwig
1. August – 25. Oktober 2015

Danh Võ – Ydob eht mraw si ti

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"We The People", der getreue Nachbau der Freiheitsstatue von New York im Maßstab 1:1 steht ab 1. August im Mittelpunkt der ersten musealen Einzelausstellung von Danh Võ in Deutschland. Von den über 150 Fragmenten, die das Langzeitprojekt umfasst und die weltweit in Sammlungen verstreut sind, zeigt das Museum Ludwig den bisher größten zusammengesetzten Teil des monumentalten Kupferkorpus. Zusätzlich wird Danh Võ in der Ausstellung neue Arbeiten mit ausgewählten Werken des amerikanischen Fotografen Peter Hujar in Dialog setzen.

Der Titel der Ausstellung ist nicht aus vietnamesischen Worten zusammengesetzt, wie es die Herkunft der Künstlers nahelegt. Von vorne nach hinter gelesen ergibt sich vielmehr "it is warm in the body", ein Zitat aus dem Horrorfilm "Der Exorzist".

In den Objekten, Installationen, Fotografien und Arbeiten auf Papier verbindet Danh Võ persönliche Erfahrungen seiner Kindheit in Vietnam mit der Flucht seiner Familie nach Europa, mit Fragen der Migration und kulturellen Identität. Thematisch kreist sein Werk darüber hinaus um gleichgeschlechtliche Beziehungen und das Hinterfragen normierter Verhaltensweisen in der Gesellschaft.

Derzeit ist Danh Võ mit seinen Arbeiten auf der Biennale in Venedig im dänischen Pavillon vertreten und mit einer Ausstellung in der Punta delle Dogana. Der 1975 in Vietnam geborene und in Kopenhagen aufgewachsene Künstler und ehemalige Städelschüler genießt internationales Ansehen. Seine Werke wurden bereits im Musée moderne de la Ville de Paris sowie im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

 

Museum Ludwig

 

 

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We The People, detail, 2011-13. Kupfer. Maße variable. Installationsansicht, Sharjah Biennial 12. Courtesy of Sharjah Art Foundation. Foto Alfredo Rubio © Danh Võ
We The People, detail, 2011-13. Kupfer. Maße variable. Installationsansicht, Sharjah Biennial 12. Courtesy of Sharjah Art Foundation. Foto Alfredo Rubio © Danh Võ



Berlin
Galerie Dittmar
27. Juni – 15. August 2015

Mona Breede – Wait and Walk

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Gleich einer Choreografin inszeniert Mona Breede zeitlos und poetisch anmutende Bilder des Großstadtmenschen. Als Kulisse dienen ihr Metropolen wie New York, Chicago, Paris und Berlin. Zuletzt reiste sie nach San Francisco, einer Stadt im stetigen Wandel, in der im Alltag Menschen aus allen Gesellschaftsschichten mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen im öffentlichen Raum aufeinander treffen. 

Passanten, die auf einen Bus oder das Grün einer Fussgängerampel warten, beschäftigen sich mit ihren I-Phones, hören Musik über Kopfhörer und ziehen sich so in ihre eigene Welt zurück. Einsamkeit und Spachlosigkeit sind die Kehrseiten der omnipräsenten digitalen Medien, sie prägen das heutige Bild des Individuums, das Mona Breede in ihren Fotoarbeiten einzigartig einzufangen weiss.

Die Ausstellung zeigt Fotografien aus der neuen Werkserie "Wait and Walk", die die Künstlerin ausgehend von ihren Architektur- und Personenaufnahmen in San Fransisco und Paris subtil entwickelt hat.

 

Galerie Dittmar

Works by Mona Breede
About the artist 

 

  

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Mona Breede, Wait and Walk. Fine Art Print, 56 cm x 70 cm. © Mona Breede
Mona Breede, Wait and Walk. Fine Art Print, 56 cm x 70 cm. © Mona Breede



London
Victoria and Albert Museum
14. März – 2. August 2015

Alexander McQueen – Savage beauty

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Die Natur übte den wohl nachhaltigsten Einfluss auf Alexander McQueen aus: Er schuf bodenlange Kleider aus Fasanenfedern oder auch aus echten Blüten, bestückte seine Modelle mit in Stoff gehüllte Hirschgeweihe und verwandelte sie so zu märchenhaften Tierwesen.

Platons Atlantis nannte McQueen 2010 seine letzte große Schau für Givenchy, die er kurz vor seinem Freitod vollendete: Inspiriert von Darwins Publikation zur Entstehung der Arten (1859) kreisten seine Entwürfe um die Abgründe des Menschen. McQueen verwendete hierfür komplexe Prints von Meereswesen und führte die hochragenden Armadillo boots ein (siehe Abbildung). 

Die opulente Retrospektive im Victoria and Albert Museum zieht den Betrachter in Erlebnisräume, die die "Wilde Schönheit" von McQueens Werk erspüren lassen.

Victoria and Albert Museum 

 

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Jellyfish ensemble and Armadillo boots, Plato’s Atlantis, Spring/Summer 2010. Model Polina Kasina © Lauren Greenfield / INSTITUTE
Jellyfish ensemble and Armadillo boots, Plato’s Atlantis, Spring/Summer 2010. Model Polina Kasina © Lauren Greenfield / INSTITUTE



New York
Whitney Museum
Mai 2015

Neubau des Whitney Museum von Renzo Piano

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Das Whitney Museum of American Art hat sich mit einer Jeff Koons-Retrospektive von der Upper East Side verabschiedet und ist ins Meatpacking district von Downtown und damit in die Nähe der Galerienszene in Chelsea gezogen. Am südlichen Eingang zum Highline Park, der beliebten Promenade auf der Trasse einer stillgelegten Hochbahn, behauptet sich Renzo Pianos Neubau als Gegenentwurf zu Marcel Breuers dominant-klobigen Bau, dem alten Zuhause in Uptown.

Das Gebäude fügt sich nahtlos in das Stadtbild an der West Side ein: Ein im Sonnenlicht schillernder fabrikähnlicher Stahlkasten mit Glas- und Betonelementen. Jede der vier Seiten des neuen Museums sieht anders aus, ohne dass man eine Schauseite definieren könnte. Aussichtsterrassen und Panoramafenster, eine verglaste Lobby mit Restaurant und ein Theater mit Blick auf den Hudson River stehen für das ästhetische Ideal der Symbiose von Museum und Umwelt.

Überall findet man Asymmetrien, die auf Pianos Arbeitsprinzip der Montage hinweisen. Whitney-Direktor Adam Weinberg zeigt in den großzügigen Sälen, die erst im fünften Stock beginnen und mit von Richard Artschwager gestalteten Fahrstühlen erreichbar sind, die 100 Jahre Kunstgeschichte umspannende Gruppenausstellung "America is hard to see." (1.5.-27.9.2015).

 

Whitney Museum

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Ansicht des Whitney Museums bei Sonnenuntergang, Mai 2015. Fotografie von Ed Lederman. © Whitney Museum
Ansicht des Whitney Museums bei Sonnenuntergang, Mai 2015. Fotografie von Ed Lederman. © Whitney Museum



Mailand
Fondazione Prada
Mai 2015

Fondazione Prada Milano von Rem Koolhaas

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Passend zur Weltausstellung ist nun der neue Standort der Kunststiftung Prada in Mailand eingeweiht worden. Neben Venedig, wo das Sammlerpaar Miuccia Prada und ihr Mann Patrizio Bertelli bereits seit 1993 einen Palazzo als Ausstellungsort nutzt, bietet das neue Hauptquartier über 12000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Anstelle eines singulären Museumsgebäudes, wie etwa jüngst von Frank Gehry für die Sammlung Vuitton in Paris gestaltet, verteilen sich auf einem Campus, weit ab vom Zentrum der Stadt, sieben renovierte und drei neue Gebäude. Das architektonisch heterogene Ensemble wurde von Rem Koolhaas und seinem Office für Metropolitan Architecture (OMA) entworfen. Nebeneinander behaupten sich unterschiedliche Fassaden mit spiegelndem Glas, grauem Putz, durchlöcherten Aluminiumplatten und nicht zuletzt die weithin leuchtenden, komplett vergoldeten Außenwände einer ehemaligen Destillerie.

Alle Gebäude fungieren als Museum, sind miteinander verbunden und bieten Raum für die umfangreiche Prada-Sammlung zeitgenössischer Kunst. Das Spektrum reicht von Starkünstlern wie Jeff Koons und Gerhard Richter über Thomas Demand und Tobias Rehberger bis hin zu unbekannteren Positionen.

Die erste Sonderausstellung "Serial Classic" (9.5.-24.8.), kuratiert vom Archäologen Salvatore Settis, vermittelt das serielle Kopieren griechischer Skulptur im alten Rom anhand von Originalwerken und Farbrekonstruktionen, die auf die Polychromie antiker Skulptur verweisen. Die Verkleinerung und Vermarktung der Kopien in der Renaissance vermittelt der zweite Teil der Ausstellung "Portable Classic" im Palazzo Ca' Corner im venezianischen Sitz der Prada-Stiftung (bis 13.9.).

Fondazione Prada 

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Fondazione Prada, Standort Mailand. Architekturprojekt von OMA. Foto Bas Princen 2015. Courtesy Fondazione Prada
Fondazione Prada, Standort Mailand. Architekturprojekt von OMA. Foto Bas Princen 2015. Courtesy Fondazione Prada



Paris
Centre Pompidou
29. April – 3. August 2015

Le Corbusier. Mesures de l’homme

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Das Centre Pompidou richtet dem bedeutenden Architekten Le Corbusier (1887-1965) zu seinem 50. Todestag eine umfassende Retrospektive aus. Als Visionär und Theoretiker der Moderne prägte Charles-Èdouard Jeanneret, alias Le Corbusier mit seiner puristischen Formensprache maßgeblich das 20. Jahrhundert. Für seine neuen Ideen zur Architektur und zum Wohnen stellte er das menschliche Maß als universelle Größe in den Mittelpunkt.

Seine zahlreichen Bauten, von privaten Wohnhäusern über Studentenwohnheime bis hin zu Museen und Sakralbauten wie die Wallfahrtskriche Notre-Dame-du-haut de Ronchamp (1955), spiegeln das zentrale Anliegen Le Corbusiers: Eine humane Architektur zu schaffen, die den Bedürfnissen des Menschens entspricht. Auch seine beweglichen Möbelentwürfe, wie die legendäre Le Corbusier-Liege, sind funktionsorientiert.

Als Maler und Bildhauer beschäftigten Le Corbusier vor allem die Proportionen des menschlichen Körpers. Zu den Exponaten im Centre Pompidou gehören auch Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Lithografien, die den Überblick zum umfangreichen Schaffen von Le Corbusier abrunden.

www.centrepompidou.fr

 

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Joseph Savina, Le Corbusier au travail / arbeitend. Foto © FLC, ADAGP, Paris 2015
Joseph Savina, Le Corbusier au travail / arbeitend. Foto © FLC, ADAGP, Paris 2015



Venedig
Arsenale, Zentralpavillon und Giardini
9. Mai - 22. November 2015

La Biennale di Venezia 2015 – 56. Esposizione Internazionale d’Arte

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Der diesjährige Biennale-Direktor Okwui Enwesor, nigerianischer Herkunft und Leiter des Hauses der Kunst in München, versammelt unter dem Titel "All the world’s Futures" Arbeiten von Künstlern, Filmemachern und Autoren aus der ganzen Welt, um möglichst vielschichtig die Fragen unserer Zeit zu beleuchten. Mit der Präsenz renommierter Künstler knüpft er auch an die Tradition der nunmehr 120jährigen Biennale an. Im Zentralapvillon sind Marlene Dumas und Andreas Gursky Studioausstellungen gewidmet. Georg Baselitz und Katharina Grosse bespielen Teile der Arsenalehallen.

Im deutschen Pavillon gehen junge Medienkünstler, darunter Hito Steyerl, Olaf Nicolai und Tobias Zielony, der Bedeutung des Bildes in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung nach. Die indische Künstlerin Shilpa Gupta und der pakistanische Künstler Rashid Rana beschäftigen sich in ihrem Gemeinschaftsprojekt im Palazzo Benzon in San Marco mit der Historie ihrer Länder und den künstlerische Möglichkeiten zur Überwindung historischer Feindbilder. Danh Vo, der in seinen Objekten und Installationen persönliche Erfahrungen seiner Kindheit in Vietnam sowie Fragen der kulturellen Identität behandelt, ist im dänischen Pavillon vertreten. Parallel hierzu hat der Künstler die Ausstellung "Slip of the tongue" in der Punta della Dogana kuratiert.

Der Goldene Löwe für das Lebenswerk geht in diesem Jahr an den ghanaischen Bildhauer El Anatsui. Die Amerikanerin Adrian Piper erhält den Goldenen Löwen für das beste Werk. Der Goldene Löwe für den besten Länderbeitrag erhält Armenien: In einem Kloster auf der Insel San Lazzaro nehmen sämtliche Exponate indirekt Bezug zum Völkermord vor 100 Jahren. In den poetischen Installationen von Sarkis Zabunyan, immer gebunden an das Gedächtnis und die menschliche Geschichte, wird Kultur und Geschichte konkretisiert, sichtbar und erfahrbar gemacht. Sarkis, seit den sechziger Jahren in Paris lebend, vertritt nicht nur sein Herkunftsland Armenien, sondern zudem sein Geburtsland Türkei. Eine beeindruckende Geste, in der das politische Potential der Biennale aufscheint.

56. Biennale von Venedig 

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Sarkis, Respiro. Installation im Pavillon der Türkei, 2015. Foto Sara Sagui © La Biennale di Venezia 2015
Sarkis, Respiro. Installation im Pavillon der Türkei, 2015. Foto Sara Sagui © La Biennale di Venezia 2015



Berlin
Alte Nationalgalerie
22. Mai – 20. September 2015

Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende

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In einer umfassenden Ausstellung widmet sich die Alte Nationalgalerie in Berlin dem Vergleich der bedeutenden Stilrichtungen Impressionismus und Expressionismus. In der akademiekritischen Haltung und dem Streben nach einem unmittelbaren künstlerischen Ausdruck von Licht-, Farb- und Gefühlseindrücken wird eine Parallele gezogen. 160 Exponate, darunter neben internationalen Leihgaben vor allem Werke aus eigenem Bestand, finden sich nach den gemeinsamen Hauptmotiven beider Stilrichtungen gegliedert, nach Themen wie die Stadt, das abendliche Vergnügen, Freizeitlust, Familie und Künstlerfreunde. In der Gegenüberstellung wird die unterschiedliche Umsetzung der Motive mit einem jeweils indivduellen Pinselduktus und einer subjektiven Farbpalette anschaulich.
 

 

 

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Ernst Ludwig Kirchner, Zwei Tänzerinnen, 1910/11. Öl auf Leinwand, 64,8 cm x 59,6 cm. Franz Marc Museum, Kochel am See. Dauerleihgabe aus Privatbesitz. © Medienzentrum Wuppertal, Foto Antje Zeis-Loi
Ernst Ludwig Kirchner, Zwei Tänzerinnen, 1910/11. Öl auf Leinwand, 64,8 cm x 59,6 cm. Franz Marc Museum, Kochel am See. Dauerleihgabe aus Privatbesitz. © Medienzentrum Wuppertal, Foto Antje Zeis-Loi



Köln
Museum Ludwig
14. März – 5. Juli 2015

Alibis: Sigmar Polke. Retrospektive

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Sigmar Polke (1941-2010) ist eine erste postume Retrospektive gewidmet, die – nach Stationen im Museum of Modern Art in New York und der Tate Modern in London – nun im Museum Ludwig in Köln zu sehen ist. Rund 250 Exponate umspannen sämtliche künstlerische Medien, mit denen Polke zeit seines Lebens intensiv arbeitete. Neben Malereien und Grafiken gehören beispielsweise auch Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Filme zu den gezeigten Werken. Während das Museum Ludwig – als europaweit größte Sammlung der Editionen von Polke – auch Arbeiten aus seinem Fundus beisteuert, sind viele noch nie zuvor in Deutschland ausgestellte Arbeiten in Köln, dem Lebensmittelpunkt des Künstlers für mehr als 30 Jahre, zu entdecken. Polkes Experimentierfreudigkeit findet ihren Ausdruck nicht nur darin, dass er die Medien miteinander verknüpfte und ineinander fließen ließ wie etwa in seinen Gemälden, die fotografische Strukturen oder auch Raster aus Druckverfahren aufweisen. Es sind vor allem seine filmischen Erkundungen, die sein Gesamtwerk inspirierten. Polkes Filme, zu Lebzeiten nur vereinzelt vom Künstler vorgestellt, stellt das Museum Ludwig umfassend vor und beleuchtet diese im Kontext der rheinländischen Filmszene der sechziger und siebziger Jahre im Rahmen einer Tagung (12.-14. Juni).

 Museum Ludwig 

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Sigmar Polke, Freundinnen, 1965/1966. Dispersionsfarbe auf Leinwand. 150 cm x 190 cm. Sammlung Fröhlich, Stuttgart. Foto © Archiv der Sammlung Fröhlich. © The Estate of Sigmar Polke / VG Bild-Kunst Bonn, 2015.
Sigmar Polke, Freundinnen, 1965/1966. Dispersionsfarbe auf Leinwand. 150 cm x 190 cm. Sammlung Fröhlich, Stuttgart. Foto © Archiv der Sammlung Fröhlich. © The Estate of Sigmar Polke / VG Bild-Kunst Bonn, 2015.



New York
Metropolitan Museum of Art
2015

David Chipperfield

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Als Architekt für die Umbaumaßnahmen im Metropolitan Museum of Art in New York wurde David Chipperfield ausgewählt. Neben der Renovierung des Flügels für moderne Kunst und weiteren Teilen des Museums ist auch eine Erweiterung der Dachterrasse angedacht sowie ein neuer Eingang zum Central Park. Geplant ist – laut Museumsdirektor Thomas Campbell – eine Umsetzung der Maßnahmen bis 2020, dem 150jährigen Geburtstag des Museums. Chipperfield gehört zu den international renommierten Architekten. In Deutschland etwa entwickelte er herausragende Lösungen im Umgang mit Altbausubstanz, wie etwa beim Literaturmuseum der Moderne in Marbach, dem Museum Folkwang in Essen sowie dem Neuen Museum in Berlin. Derzeit ist er mit der Sanierung der Neuen Nationalgalerie in Berlin beauftragt.

www.metmuseum.org
www.davidchipperfield.co.uk/news

 

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Museum Folkwang, Essen. Fotografie © Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects
Museum Folkwang, Essen. Fotografie © Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects



Paris
Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris
17. April – 19. Juli 2015

Markus Lüpertz. Rétrospective

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Markus Lüpertz (*1941) gehört zu den einflussreichsten deutschen Künstlern der Gegenwart. In seinen oft überdimensionierten Bildern und archaisch anmutenden Skulpturen spielt die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte eine wichtige Rolle. Wie A. R. Penck, Georg Baselitz oder Jörg Immendorff findet Lüpertz seine unverwechselbare künstlerische Sprache, abseits vom abstrakten Expressionismus und der Pop Art, den künstlerischen Strömungen der Nachkriegszeit. Seit etwa 1980 beschäftigen ihn Themen der klassischen Antike, Lüpertz rekurriert auf mythologische Figuren und die alten Meister wie Poussin, Goya und Courbet. Das Musée d’art moderne de la Ville de Paris zeigt im Rahmen der ersten Retrospektive von Lüpertz in Frankreich über 140 Werke, die von seinen frühen Arbeiten bis zur aktuellen Serie Arkadien (2013) reichen. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick zu Lüpertz‘ zwischen Abstraktion und Figuration, Vergangenheit und Gegenwart changierenden Werk, das bis heute fasziniert und einen festen Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

www.mam.paris.fr

 

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Markus Lüpertz, Mozart, 2005. Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris. © ADAGP, Paris 2015
Markus Lüpertz, Mozart, 2005. Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris. © ADAGP, Paris 2015



Berlin
Martin-Gropius-Bau
21. März – 8. Juni 2015

ZERO – Die internationale Kunstbewegung der 1950er und 60er Jahre

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Die Zero-Foundation präsentiert im Martin-Gropius eine umfassende Überblicksausstellung zur internationalen Zero-Bewegung (1957-1967). Mit 200 Werken von 41 Künstlern, u.a. der Gründungsväter Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, wird das Spektrum der Medien aufgezeigt, das die Nachkriegskunst revolutionierte: Neben monochromer Malerei, kinetischer Kunst, Filmen und Performances wird als Höhepunkt die raumgreifende, 1964 auf der documenta III gezeigte Installation Lichtraum (Hommage à Fontana) der drei Gründer zu sehen sein. Flankierend zur Berliner Ausstellung werden Forschungsergebnisse der Zero-Foundation nach dem Guggenheim Museum New York ab dem 4. Juli im Stedelijk Museum Amsterdam aufgefächert.

www.berlinerfestspiele.de

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Yves Klein, Peinture feu couleur sans titre (FC 3), ca. 1962. Trockenpigment und angesengtes Kunstharz auf Pappe auf Holzplatte, 137 x 74 cm. Courtesy Private collection. Fotografie und Werk © Yves Klein / ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst 2015
Yves Klein, Peinture feu couleur sans titre (FC 3), ca. 1962. Trockenpigment und angesengtes Kunstharz auf Pappe auf Holzplatte, 137 x 74 cm. Courtesy Private collection. Fotografie und Werk © Yves Klein / ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst 2015



Frankfurt am Main
Städel Museum
11. März – 21. Juni 2015

Monet und die Geburt des Impressionismus

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Mit rund 50 Werken von Claude Monet und weiteren 50 seiner Impressionistenkollegen fokussiert die Frankfurter Ausstellung im Städel Museum die Anfänge des Impressionismus bis 1880. Die Loslösung von der akademischen Tradition und die Entwicklung hin zu einer malerischen Auflösung der Formen zugunsten eines virtuosen Spiels von Farbe und Licht veranschaulichen neben Meisterwerken von Monet auch Gemälde von Renoir, Manet, Degas, Sisley oder auch Morisot und Pissarro. Thematisch kreisen die Bilder um das im Zuge der Industrialisierung veränderte Verhältnis von Mensch und Natur sowie von Arbeit und Freizeit. Auch die Fotografie fordert einen neuen Blick auf das alltägliche Leben. Von skizzenhaften Freilichtstudien im Wald von Fontainebleau bis hin zum Motiv des städtischen Raums mit den Pariser Boulevards, Parks und Gärten beherrscht immer mehr das Atmosphärische die Leinwände der Impressionisten: Im flirrenden Duktus unvermischt aufgetragener Farben wird die Lichtstimmung zum bildbestimmenden Element.

www.staedelmuseum.de

 

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Camille Pissarro (1831–1903), Die Rue de Gisors, Pontoise, im Winter, 1872. Öl auf Leinwand, 26,8 cm x 40, 5 cm. Privatsammlung, Courtesy David Nisinson
Camille Pissarro (1831–1903), Die Rue de Gisors, Pontoise, im Winter, 1872. Öl auf Leinwand, 26,8 cm x 40, 5 cm. Privatsammlung, Courtesy David Nisinson



New York
Museum of Modern Art
8. März – 7. Juni 2015

Björk

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Der isländischen Popmusikerin und Multimediakünstlerin Björk (*1965) ist eine Einzelausstellung im New Yorker Museum of Modern Art gewidmet. Ausgehend von den Fragestellung, wie man Musik im Museumskontext begegnen kann, werden fünf Lösungen in fünf Räumen angeboten. Neben ihren legendären Videos zu ihren Songs oder Instrumente aus dem Album Biophliia gibt es eine Art Labyrinth, das Musik und Raum verbindet und sich an den Songlines, den Traumpfaden der Aborigines orientiert. Zur Erfahrung des gleichemaßen von der isländischen Natur und Hightech geprägten Werks hat der isländische Dichter Sjón eine "psychogeografische 'Reise" in Form von kurzen Poemen zu Björks Karriere beigesteuert. Das Cover ihres jüngsten Albums Vulnicura (lat. Heilung) zeigt die Künstlerin im Strahlenkranz mit offener Wunde, ein persönlicher und zugleich universeller Hinweis auf das Ende einer Liebesbeziehung.

www.moma.org

 

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Björk, Vulnicura, 2015. Copyright © 2015, Inez and Vinoodh. Image courtesy of Wellhart/One Little Indian
Björk, Vulnicura, 2015. Copyright © 2015, Inez and Vinoodh. Image courtesy of Wellhart/One Little Indian



London
National Gallery
4. März – 31. Mai 2015

Inventing Impressionism

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Die Ausstellung Die Erfindung des Impressionismus in der National Gallery London widmet sich den Errungenschaften des französischen Kunsthändlers Paul Durand-Ruel (1831-1922), der die impressionistischen Maler mit entdeckte und maßgeblich förderte. Mit großem künstlerischen Gespür und ausgeprägtem Geschäftssinn erwarb der Freund und Befürworter der Impressionisten zeitlebens über 12.000 Gemälde von Monet, Renoir und Degas über Sisley und Pissarro bis etwa zu Manet und Mary Cassatt. Die Ausstellung zeigt rund 85 Exponate aus internationalen Sammlungen und aus der Privatsammlung Durand-Ruels, darunter Glanzlichter wie fünf Gemälde aus Monets Pappelserie sowie alle drei der berühmten Tänze von Renoir.

www.nationalgallery.org.uk

 

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Edouard Manet, Moonlight at the Port of Boulogne, 1868. Oil on canvas, 81.5 cm x 101 cm. Paris, Musée d'Orsay, bequeathed by Count Isaac de Camondo, 1911 © RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
Edouard Manet, Moonlight at the Port of Boulogne, 1868. Oil on canvas, 81.5 cm x 101 cm. Paris, Musée d'Orsay, bequeathed by Count Isaac de Camondo, 1911 © RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski



Hamburg
Bucerius Kunst Forum
31. Januar bis 25. Mai 2015

MIRÒ. Malerei als Poesie

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Mit seiner phantasievollen Form- und Farbwelt gehört Joan Mirò (1893-1983) zu den bedeutendsten und beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Unverwechselbar ist seine poetische Bildsprache mit ihren stilisierten Formen, rätselhaften Zeichen und kosmischen Kürzeln. Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zeigt anhand von 50 Gemälden des katalanischen Künstlers und ausgewählten von Mirò gestalteten Künstlerbüchern, wie sich seine Zeichensprache, besonders in Paris unter dem Einfluss der Surrealisten, aus dem spielerischen Umgang mit Wort und Bild entwickelte.

www.buceriuskunstforum.de

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Joan Miró (1893-1983), La Petite Blonde au parc d’attractions (Das kleine blonde Mädchen im Vergnügungspark), 1950. Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie. © Successió Miró / VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Joan Miró (1893-1983), La Petite Blonde au parc d’attractions (Das kleine blonde Mädchen im Vergnügungspark), 1950. Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie. © Successió Miró / VG Bild-Kunst, Bonn 2015



London
Tate Modern
5. Februar bis 10. Mai 2015

Marlene Dumas: The Image as burden

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Marlene Dumas (*1953) gehört zu den bedeutendsten Malerinnen unserer Zeit. Ihre intensiven psychologisch aufgeladenen Arbeiten beschäftigen sich mit den Themen der Sexualität, Liebe, Tod und Scham, wobei es oft Bezüge zur Kunstgeschichte oder auch zur Gesellschaftspolitik gibt. Geboren 1953 in Kapstadt, 1976 nach Holland gezogen, erlangt sie Mitte der 80er Jahre mit ihren den Betrachter herausfordernden Gemälden und Aquarellen international Beachtung. In der Tate Modern in London wird nun ihr Werk erstmals in Europa umfassend gewürdigt.

www.tate.org.uk

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Marlene Dumas, The Image as Burden, 1993. Private collection, Belgium. © Marlene Dumas, Photo Peter Cox
Marlene Dumas, The Image as Burden, 1993. Private collection, Belgium. © Marlene Dumas, Photo Peter Cox



Paris
Centre Pompidou
26. November 2014 - 27. April 2015

Jeff Koons – La Rétrospective

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Nach dem Whitney Museum in New York ist "DIE RETROSPEKTIVE" von Jeff Koons nun im Centre Pompidou in Paris zu sehen. Bilder und Skulpturen aus allen Schaffensphasen, von den frühen Serien The New und Banality bis zur aktuellen Antiquity-Reihe, sind in einem offenen Ausstellungsparcours aufgereiht. Zu den aktuellen Werken gehören die Edelstahlskulpturen wie Balloon Venus, 2008-2012 oder Popeye, 2009-2011, der vor der Pariser Stadtkulisse seine Muskeln spielen lässt. Beide Werke entfalteten zuletzt 2012 in Frankfurt in der Liebieghaus Skulpturensammlung im Dialog mit antiker und mitttelalterlicher Kunst ihre makellose, farbig glänzende Oberflächen-
ästhetik.

www.centrepompidou.fr

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Jeff Koons, Gazing Ball (Ariadne), 2013. Gips und Glas. Auflage 3 + a.p. Foto Tom Powel / Imaging Monsoon Art Collection. © Jeff Koons
Jeff Koons, Gazing Ball (Ariadne), 2013. Gips und Glas. Auflage 3 + a.p. Foto Tom Powel / Imaging Monsoon Art Collection. © Jeff Koons



Wiesbaden
Kunsthaus
31. Januar bis 12. April 2015

About Color – Eine Ausstellung zur Faszination der Farbe

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Farbe als Leitmotiv und sinnliches Erleben von Kunst steht im Fokus der Ausstellung im Wiesbadener Kunsthaus. Dem Betrachter wird ein intuitiver Zugang zu Malerei, Fotografie, Videokunst und Skulptur vorgeschlagen anhand der Werke von Viola Bittl, Özcan Kaplan, Daniela Kneip Velescu, Susa Templin, Jonas Weichsel, Thomas Werner und Haegue Yang. Thomas Werner gehört zum Portfolio von The Collectorspace.

Works by Thomas Werner
About the artist

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Thomas Werner, o.T., 2014. 70 cm x 60 cm. Leimtempera auf Jute. Courtesy Galerie Bärbel Grässlin
Thomas Werner, o.T., 2014. 70 cm x 60 cm. Leimtempera auf Jute. Courtesy Galerie Bärbel Grässlin



Colmar
L’Espace d’Art Contemporain André Malraux, Colmar
17. Januar – 8. März 2015

Martin Kasper – Voisinages

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In der Einzelausstellung des Freiburger Künstlers Martin Kasper in Colmar greift der Künstler erneut die Struktur des Ausstellungsraums auf. Während auf der Empore Porträts aus dem Jahr 2013 zu sehen sind, dominieren zwei große Leinwände den Hauptraum. Ein Gemälde zeigt eine Ansicht seiner Darmstädter Ausstellung von 2014, das andere spiegelt den Colmarer Ausstellungsraum. In diesem hängt eine Atelieransicht, die wiederum das Colmarer Exponat bei Kasper an der mit Skizzen bestückten Atelierwand hängend zeigt. Der Bild-im-Bild-Topos fungiert bei Kasper als Erinnerungsmoment und zugleich als Distanzierung und Infragestellung der künstlerischen Arbeit. Während seine Raumbilder menschenleer sind, konzentriert sich der Künstler in seiner Porträtreihe auf die charaktervolle Darstellung ihm nahestehender Personen im Moment äußerster Ruhe. Aussparung und Fokussierung der menschlichen Präsenz sind für Kasper keine Widersprüche, sondern vielmehr zwei Seiten derselben Medaiile. Martin Kasper gehört zum Portfolio von THE COLLECTOR SPACE.

www.tv7.fr

Works by Martin Kasper

About the artist

 

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Ausstellungsansicht von Martin Kasper – Voisinages im L’Espace d’Art Contemporain André Malraux, Colmar. Fotograf Bernhard Strauss, Freiburg
Ausstellungsansicht von Martin Kasper – Voisinages im L’Espace d’Art Contemporain André Malraux, Colmar. Fotograf Bernhard Strauss, Freiburg



Meymac
Centre d'art contemporain
7. Dezember 2014 - 11. Januar 2015

Vendange tardive : Ben Hübsch et Martin Kasper

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Die beiden Künstler Ben Hübsch und Martin Kasper zeigen Werke, die während ihres Atelierstipendiums im September 2014 in der französischen Künstlerresidenz Chamalot entstanden sind. In den gemeinsam ausgeführten Leinwänden entfaltet sich ein spannender Dialog zwischen den malerischen Positionen: Abstrakte Farbelemente von Hübsch füllen die Silhouetten der Bildnisse von Kasper aus. Die Bildhintergründe zeigen Ansichten von Kaspers Architekturräumen oder sie sind ausgefüllt mit geometrischen Farbfeldern von Hübsch. Einzelwerke jedes Künstlers vervollständigen den Einblick in das jeweilige Œuvre. Beide Künstler gehören zum Portfolio von THE COLLECTOR SPACE.

www.chamalot-residart.fr

Works by Ben Hübsch
Works by Martin Kasper

 

 

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Ben Hübhsch / Martin Kasper, Chamalot 6 (Gregor silhouette), 2014. Acryl, Tempera und Öl auf Leinwand, 80 cm x 60 cm. © Ben Hübsch / Martin Kasper
Ben Hübhsch / Martin Kasper, Chamalot 6 (Gregor silhouette), 2014. Acryl, Tempera und Öl auf Leinwand, 80 cm x 60 cm. © Ben Hübsch / Martin Kasper