Im Treppenhaus ihres Arbeitsortes porträtiert Mona Breede eine Kunstlehrerin und Studienrätin am Gymnasium Bruchsal – mit der Lehrertasche als prägnantem Utensil ihres Berufsalltags. Im terrakottafarbenen Kostüm und mit weich ondulierter, nah am Kopf gelegter Frisur, die an die 1950er/60er Jahre erinnert, tritt sie als klar umrissene berufliche Figur in Erscheinung.
In der Tradition August Sanders, der soziale Rollen über Kleidung, Haltung und Requisiten als Bildtypen sichtbar machte, interessiert Breede weniger das Umfeld als die Person im Beruf: Sie zeigt die Lehrerin als Typus – und lässt zugleich das Individuelle durch Präsenz und Blick aufscheinen.