Blossoms

verlängert bis 28. Mai 2024

In der aktuellen Show treten ausgewählte Werke in einen fulminanten Dialog.
Martin Kasper führt in seinen Bildern den Blick des Betrachters vom Innenraum in den Landschaftsraum. Mit malerischer Souveränität fängt er den von Abendrot durchzogenen Himmel vor Industriekulisse ein. Durch die Spiegelungen an der Fensteröffnung ergibt sich eine schillernde Interaktion der scheinbar ineinander fließenden Sphären.

Aus ihrer Serie der Faltmalereien hat Anna Kerstin Otto zarte Papieretüden ausgewählt: Die mehrfache Papierschichtung und Überlagerung von Farbpigmenten erzeugt eine fragile Gleichzeitigkeit von Nähe und Distanz – als sei der Werkprozess flüchtig und noch im Werden begriffen.

Mit einem kaskadenartig herabfallenden Liniengefüge strukturiert Degenhard Andrulat die Bildfläche, um darüber eine weitere Malschicht aufzutragen, deren tänzerischer Pinselgestus in einen pulsierenden Farbraum mündet.

Das vielschichtige Mit- und Gegeneinander von Farbe und Form findet seinen plastischen Ausdruck in Anselm Baumanns Arbeiten aus polychromem Epoxidharz : Ineinander fließende Farbflächen in Blau, Grün und Gelb verleihen den Epoxidgussringen eine vibrierende Lebendigkeit, die von einem leuchtenden Neongelb hinterfangen und zusätzlich intensiviert wird.

In ihrer poetischen Papierarbeit hat Merle Lembeck zunächst Strukturen von Palmenblättern gezeichnet, in Streifen geschnitten, räumlich arrangiert und hinter durchscheinendem Japanpapier verhüllt. Das lineare Gefüge erweitert die Künstlerin durch eine weitere Ebene eingenähter Fäden, die organisch über den Blattrand  hinaus in den Raum streben.

Die perforierten Papierarbeiten von Dirk Krecker destruieren Form und Bildträger und lösen diese teilweise bis an ihre äußerste Grenze hin auf. Die abstrakten Formfindungen erinnern an vor dem Auge des Betrachters aufscheinende surreale Fantasie-Architekturen.